Willkommen zur wöchentlichen Schwangerschaftsserie von Pregged. Jeder Wochenbeitrag ist in drei praktische Abschnitte unterteilt.
1. Mama – Abschnitt eins behandelt die Veränderungen, die die Mutter erlebt, sowie gesundheitliche Aspekte, die sie beachten sollte.
2. Baby – Abschnitt zwei beleuchtet die Entwicklung des Fötus und was im Mutterleib mit dem Baby passiert.
3. Ernährung – Abschnitt drei behandelt die Ernährung für jede Schwangerschaftswoche, damit du weißt, welche Lebensmittel in jeder Phase besonders wichtig sind.
6. SCHWANGERSCHAFTSWOCHE – MAMA
Kannst du jetzt noch deine Schuhe binden? Viel Glück beim Bücken, ohne einen starken Druck oder ein Zwicken zu spüren. Es ist Zeit für bequeme, breite Slipper. Verzichte auf hohe Absätze, da du durch Gleichgewichtsprobleme ein erhöhtes Sturzrisiko hast. Wahrscheinlich hast du schon bemerkt, dass deine Schuhe nicht mehr passen. Das liegt daran, dass die Füße während der Schwangerschaft durch das Hormon Relaxin fast eine ganze Größe wachsen. Sie schrumpfen danach auch nicht wieder. Die Knochen und Bänder in den Füßen lockern sich genauso wie die Beckenknochen. Persönlich denke ich, je länger man lebt und auf dieser Erde läuft, desto größer werden die Füße sowieso. Ich habe festgestellt, dass meine Schuhgröße 20 Jahre nach meinem letzten Kind noch um eine halbe Größe zugenommen hat. Gewicht und Schwerkraft spielen dabei sicher eine Rolle.
Entwicklung des Babys
Das Baby wiegt noch kein Pfund, kommt aber je nach Faktoren wie Ernährung, Übergewicht und Diabetes langsam in die Nähe. Wahrscheinlich spürst du die Bewegungen des Babys jetzt regelmäßiger, das hängt aber von der Lage des Babys und der Plazenta ab. Das Baby hat immer noch nur 1 % Körperfett, beginnt aber nun, eine Fettart namens braunes Fett einzulagern – das gleiche Fett, das du während der Schwangerschaft aufbaust. Braunes Fett wird schnell in Energie umgewandelt. Es hält das Baby warm und dient als Nahrungsvorrat zwischen den Mahlzeiten der Mutter. Arme und Beine wachsen weiter, und die Augenbrauen sind vollständig ausgebildet – das bedeutet, dein Baby kann die Stirn runzeln, besonders wenn du unangenehme Lebensmittel wie Knoblauch und Spargel isst. Höre nicht auf, verschiedene Gemüsesorten zu essen, denn irgendwann muss dein Kind sich daran gewöhnen – merke dir: Essensabneigungen beginnen jetzt. Hast du dich schon mal gefragt, ob wählerische Esser so werden, weil die Mutter ihnen bestimmte Sachen gegeben hat? Natürlich werden Mütter für alles verantwortlich gemacht, und das beginnt lange vor der Geburt. Hier ein Tipp: Lass deinen Partner dem Nachwuchs vorlesen, während du schläfst – so kann sich das Baby auch an seine Stimme gewöhnen. Endlich etwas Entlastung.
Ernährung in Schwangerschaftswoche 6
Fühlst du dich wie ein Heißluftballon? – Viele Frauen erleben während der Schwangerschaft dieses aufgeblähte, glucksende, gasige, volle Gefühl. Es ist fast so, als könnte man die Hose nicht mehr zuknöpfen, sobald man erfährt, dass man schwanger ist – alles dank Progesteron, dem „Aufbläh-Hormon“ (es heißt nicht umsonst Pro-Gestation). Es löst auch das berüchtigte Trio aus: Blähungen, Aufstoßen und Furzen. Was hilft dagegen?
– Trinke viel Wasser. Das beugt Verstopfung vor, die zu Hämorrhoiden führen kann.
– Baue Ballaststoffe ein. Vollkornprodukte, Hafer, Gemüse und Obst – aber langsam steigern, damit nicht zu viel Gas und Stuhlgang entsteht.
– Wähle kleinere Mahlzeiten. Sechs kleine Mahlzeiten am Tag oder drei moderate und ein paar Snacks halten nicht nur deinen Nährstoffspiegel konstant, um dein Baby besser zu versorgen, sondern verhindern auch, dass dein Verdauungssystem überlastet wird.
– Versuche zu entspannen. Das verhindert Luftschlucken, das zu Blähungen und Völlegefühl führt. Iss also nicht mit einer Portion Stress nebenbei. Halte inne und atme vor und während des Essens ein paar Mal tief durch – Mittagspausen sollten wirklich zum Auftanken da sein.
